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| Interview mit Thomas Schadlbauer |
| 03.01.2008 - 09:38 |
Teil 2 - Thomas Schadlbauer.
Dieses Gespräch ist der zweite Teil einer Interviewreihe, die in unregelmäßigen Abständen erscheinen wird. Schadlbauer Thomas, Stammspieler des RSW und Macher unserer Homepage, beantwortet im folgenden Artikel einige Fragen.
Ein Pass von der rechten Strafraumseite flach in Richtung Elferpunkt, wo der Fuß eines RSWler zuerst an den Ball kommt der dann zwischen unzähligen Spielerbeinen hindurch den Weg ins lange Eck findet ... so, oder so ähnlich wars doch, dein erstes Mal ...? Was denkt der Schütze des ersten Tores des RSW heute, nach mittlerweile drei Jahren?
Ich glaub der ist nicht einmal ins lange Eck gegangen, sondern irgendwie zentral ein paar Zentimeter am Tormann vorbei. Genau weiß ich’s natürlich auch nicht mehr, aber der Pass ist glaub ich von dir gekommen. Es war zwar das erste Tor für den Roten Stern, aber halt leider ein nicht besonders wichtiges. Es ist schon lange her und es folgten nur sehr wenige persönliche (Tor-) Erfolge, deshalb will ich jetzt nicht in Erinnerungen schwelgen. Stichwort Cordoba.
Cordoba ... gute Überleitung. Deutschland, auch dein Wunschlos oder eher Alptraum? Welche Rolle spielt Österreich bei der EM, abgesehen von der, des Veranstalters?
Für mich ein absolutes Wunschlos, wirklich. Verlieren können nur die Deutschen und Österreich hat die (wenn auch sehr geringe) Chance ein dann 30 Jahre altes Spiel vergessen zu machen, endlich. Das Erreichen des Viertelfinales wird sowieso über die Spiele gegen Kroatien und Polen führen, und ob der dritte Gegner dann Deutschland oder Italien heißt, ist meiner Meinung nach sportlich egal. Wobei ich schon festhalten will: Weder die Polen, noch die Kroaten oder sonst irgendwer, sind leichter Gegner, auch nicht für „Großmächte“ wie Deutschland. Bis auf die Veranstalter kommen nur Sieger-Teams zu einer EM. Trotzdem kann das Ziel nur Viertelfinale heißen, auch wenn es in der derzeitigen Verfassung des Teams unrealistisch scheint. Sich schon im Vorfeld mit weniger zufrieden zu geben wäre meiner Meinung nach fatal.
Hast du Karten für die EM? Welche Mannschaft bzw. welches Spiel würdest du gerne sehen und wer zählt für dich zu den Favoriten bzw. wer ist dein Wunscheuropameister?
Ich hab leider keine Karten bekommen, was sehr schade ist, denn eine weitere Heim-EM werden wir wohl nicht mehr erleben. So wie ich gerne zu den Spielen der Österreicher nach Wien gefahren wäre, ist auch mein Wunscheuropameister ganz klar Österreich. Die Frage nach einem Favoriten ist sehr schwer zu beantworten. Ich könnte mir neben den üblichen Verdächtigen heuer einmal Spanien ganz stark vorstellen.
Wie zufrieden ist eigentlich der Mann, der aus der Innenverteidigung des RSW und der Langen Gasse nicht mehr wegzudenken ist, mit seiner derzeitigen Position, wenn er daran denkt, dass er als Links-Außen im Mittelfeld mit starkem Offensivdrang angefangen hat.
Eigentlich sehr. Ich hab mich damals zwar nicht um diese Position gerissen, im Laufe der Zeit gewöhnt man sich aber an den neuen Arbeitsplatz. Es ist für mich auch hilfreich, wenn ich mich nicht immer von Neuem zurechtfinden muss. Und ehrlich: Die offensiven Positionen sind bei uns mittlerweile sehr gut besetzt. Ich glaub eigentlich kaum, dass ich da vorne mehr bewirken könnte als es die Leute, die derzeit im Mittelfeld oder Sturm agieren. Insofern passt das schon so, zumal es beim RSW sowieso wenige Interessenten für diese Position gibt.
Der RSW ist gerade damit beschäftigt, Fan- Shirts zu erstellen. Im Zuge dessen wurden wir darauf aufmerksam, dass es uns nun schon seit nunmehr 3 Jahren gibt. Was sagt der Stammspieler und was der RSW-Fan in dir dazu?
Ehrlich gesagt kann ich den Spieler und den RSW-Fan Schadlbauer nicht trennen. Auch wenn ich, wie zum Beispiel heuer im Sommer, verletzungsbedingt nur Zuschauer bin, bin ich gefühlt trotzdem ein Fan/Spieler. Unabhängig davon bin ich bei unserem ersten Auftritt vor 3 Jahren trotz des bescheidenen Abschneidens in Schwarzau schon davon ausgegangen, dass wir noch einige Turniere zusammen spielen werden. Dass sich das ganze aber so gut entwickelt, dass daraus praktisch ein „Verein“ wurde, dass es einen großen Stammkader gibt, damit konnte aber wahrscheinlich keiner rechnen. Für die nächsten 3 Jahre hätte ich eigentlich nur einen bescheidenen Wunsch: Es soll so bleiben.
Wenn ich da mal nachhaken dürfte, wenn du von "so bleiben" sprichst. Bisher war es beim Roten Stern ja so, dass sich von Jahr zu Jahr doch immer einiges getan hat. Zum einen wurden die RSWler und Innen immer Größer an der Zahl, auch die Aktivitäten nehmen zu und zum anderen schaffen wir es doch auch, dass sich dies alles am Platz durch bessere Ergebnisse widerspiegelt. Was soll denn genau so bleiben? Wie soll es weitergehen mit weiteren neuen Roten Sternen, wollen wir mehr Turnierteilnahmen im Terminkalender stehen haben, ...?
Damit meine ich das heurige Jahr. Ich persönlich finde die Anzahl der gespielten Freundschaftsspielen und die Anzahl Turnierteilnahmen heuer absolut OK. Ein paar Spiele mehr wären sicher auch in Ordnung, prinzipiell würde ich aber im nächsten Jahr nicht viel zu verändern bzw. zusätzliche Spiele nach Lust und Laune eher kurzfristig planen. Wie es mit neuen Roten Sternen aussieht? Hmm, irgendwie wäre ich dafür, dass wir nicht mehr allzu viele neue Leute zum mitspielen animieren sollten, denn mit dem „auch schon mal dabei“ Kader müssten wir eigentlich locker über die Runden kommen. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich keine neuen roten Sterne sehen will. Wenn jemand von sich aus gerne dabei wäre, kein Problem. Die Leistungen der Mannschaft müssen nach meinem Geschmack natürlich nicht stagnieren ...
Um noch mal zurückzukommen ... das erste Jahr war aus sportlicher Sicht ein Debakel. Ins zweite Jahr fiel der tolle 4. Platz in Trössengraben, der für sehr viel gute Stimmung sorgte und heuer ist der Rote Stern so richtig durchgestartet. Was war da los? Was war heuer so anders?
Ich finde, der RSW ist schon im Vorjahr durchgestartet, eben beim Turnier in Trössengraben (eigentlich noch immer unser größter Erfolg am Großfeld). Gefühlsmäßig hat sich seitdem der Stammkader nicht mehr groß verändert. Wir sind jetzt einfach eingespielt und durch das erste gute Ergebnis hatten wir auch ein bisschen Selbstvertrauen im Rücken. Deshalb glaub ich nicht, dass sich heuer individuelle Verbesserungen so positiv ausgewirkt haben. Wir stehen besser, haben die riesigen Lücken zwischen Angriff, Mittelfeld und Verteidigung geschlossen und sind daher einfach viel kompakter. So kann man viel leichter verteidigen, kommt zu mehr Chancen und in weiterer Folge eben zu besseren Ergebnissen. Das beste Beispiel dafür ist für mich das Turnier heuer in Dörfla, bei dem nur ein paar Leute in den ersten Spielen nicht auf „ihren“ Positionen gespielt haben, wenig Ordnung herrschte und so die Ergebnisse auf Anhieb nicht mehr gepasst haben. Darum sollten wir uns auch um Kontinuität bemühen. Ach ja: Defensiv hat sicher auch das wöchentliche (Lange Gasse) Großfeld-Match geholfen uns einzuspielen, bildeten dort doch des öfteren 4 RSW-Stammverteidiger die Abwehrkette.
Man ist sich darin einig, dass der RSW besser wurde. Wir sind mittlerweile selten ein „Jausengegner“ für andere und gegen andere Hobbymannschaften sind die Partien meist offen bzw. ausgeglichen. Trotzdem fällt auf, dass sich der RSW gegen manche Mannschaften noch immer bzw. immer wieder schwer tut. Ich denke da an Cafe Seitenblicke, die uns in Schwarzau immerhin schon drei Mal vorgeführt haben oder auch an unser Spiel gegen die Frannacher heuer bzw. leider auch an den SV Schwarzau, den wir bisher am Großfeld noch nicht besiegen konnten. Wie würde ein Trainer Schadlbauer diesen Umstand „analysieren“?
Das sind einfach die besten Teams, gegen die wir bisher gespielt haben. Diese Mannschaften sind entweder mit sehr vielen aktiven 1ste Kickern geschmückt oder, so wie Schwarzau, haben einfach gestandene routinierte Spieler die jahrelang bei Vereinen tätig waren in ihren Reihen. Beim RSW spielen mit Ausnahme von max. 1-2 Leuten reine Hobbykicker. Gerade bei den ersten Aufeinandertreffen sind wir nur wild herumgelaufen, haben sehr viele leere Meter gemacht und sind müde geworden. Das hat sich gebessert. Gegen Schwarzau ist es in letzter Zeit meist knapp gewesen, da hat uns auch das nötige Glück gefehlt. Auch gegen das Seitenblicke Team ist es im heurigen Jahr schon besser gegangen, es wäre aber auch irgendwie traurig, wenn uns eine Mannschaft mit einem sehr hohen Anteil an aktiven Vereinsspielern nicht schlagen würde. Obwohl, das würde ich in Kauf nehmen.
Kann man daraus schließen, dass solche Mannschaften nur an guten Tagen vom RSW geschlagen werden können und wir uns damit vertrösten müssen, hier an unsere Grenzen zu stoßen? Was muss der RSW machen bzw. kann er etwas machen, das ihn dazu befähigt, auch solchen Mannschaften ebenbürtig zu sein (zu werden)?
Es wird ein sehr guter Tag von Nöten sein. Es wäre schon vermessen davon auszugehen, dass in näherer Zukunft auch ein durchschnittlicher oder schlechter Tag für einen Sieg gegen eine Vereinskicker-Partie reichen kann. Wir müssten mit einem personell starken Kader antreten, das Glück auf unserer Seite haben und uns als Team in guter Verfassung zeigen. Dann wär’s vielleicht möglich. Ich glaube aber auch, dass uns bisher gegen offensichtlich bessere Teams auch das Selbstvertrauen gefehlt hat. Wir waren da oft zu ängstlich, sind viel zu tief gestanden und haben uns ausschließlich auf die Defensive konzentriert. Vielleicht täten wir uns leichter, wenn wir da selbstbewusster auftreten, schneller bzw. überhaupt aufrücken und so die Räume enger machen würden.
Du bist mittlerweile Stammspieler bei drei "Fußballvereinen" (SpVgg Lange Gasse, SV Schwarzau und Roter Stern). Was ist für dich das Besondere, wenn du ins Trikot mit der Rückennummer 8 des RSW schlüpfst?
Ein Faktor für mich ist eben der Umstand, dass ich seit Anfang an dabei und so was wie ein Mitgründer bin (und da meine ich auch die unzähligen Sonntagskicks vor unserem ersten Turnier). Es ist einfach etwas anderes, wenn man bei der Entwicklung einer Mannschaft dabei ist, als wenn man in ein bestehendes Team kommt und dort mitspielt. Ein weiterer Faktor ist für mich die gute Stimmung in der Mannschaft, auch und vor allem während der Spiele. Es ist einfach motivierender für alle, wenn man sich gegenseitig positiv pusht und sich nicht in interne Diskussionen und Vorwürfe verstrickt. Und natürlich macht es Spaß mit Leuten, mit denen man auch Abseits vom Spielfeld viel Kontakt hat, Erfolge zu feiern. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass bei den anderen genannten Vereinen keiner dieser Faktoren erfüllt wird.
Sonntagskicks ... stimmt, so hat für uns eigentlich alles begonnen. Erzähl doch mal, wie aus dem kleinen Thomas ein Fußballer wurde. Wie hat es denn bei dir begonnen?
Zuerst muss ich einmal sagen: Aus mir ist kein Fussballer geworden. Ich kicke zwar gerne, gereicht hat es aber nur zum Bierkicker. Das hat in der Wolfsberger U14 begonnen, ging dann über 2 Jahre in der U12 wieder in die U14 und dann bis zur 16er, glaub ich. Meine persönlichen Erfolge dabei könnte man als mäßig bezeichnen. Dann hat es ein paar Jahre gedauert, bis ich per Sonntagskick wieder auf den Geschmack gekommen bin.
Nur mäßige Erfolge, meinst du, und trotzdem hast du dort aber dein Handwerk erlernt, dass dich zu einer Stütze des RSW gemacht hat? Ich hätte mir schon erwartet, dass du mit ein wenig mehr Feuer in den Worten von deiner Jugendzeit sprichst. Willst du deine erste Antwort nicht doch ein wenig aufbessern?
Wenn es dich interessiert, gerne. In den ersten beiden Jahren in der U14 haben wir alle Spiele niederschmetternd verloren. Wirklich, das war nicht lustig. Wir waren bis auf eine Ausnahme alle 10 Jahre alt und hatten am großen Feld oft nur 7 Spieler, gerade soviel, dass wir halt überhaupt antreten durften. Ich kann mich noch an eine 1:34 Niederlage erinnern. Das war zwar die höchste Niederlage in meiner Laufbahn, aber immerhin ist uns in dieser Partie durch einen Elfer der einzige Saisontreffer gelungen. Am Ende hatten wir eine Tordifferenz von 1:137 oder so. Ich glaub, da kann man nicht mehr von Lehrjahren sprechen. Als dann endlich eine U12 gegründet wurde ging’s dann auch besser (einmal sogar Meister). Ich bin im Laufe der Jahre auf ziemlich jeder Position zum Einsatz gekommen, meistens aber in der Offensive.
Der Fußball ist demnach für dich schon sehr lange ein nicht unwesentlicher Bestandteil deines Lebens. Was wünscht du dir diesbezüglich in den nächsten Jahren?
Ich möchte weiterhin die Möglichkeit haben, regelmäßig zu spielen. Durch den Ausstieg der SpVgg Lange Gasse aus der Grazer Hobby-Liga werde ich im nächsten Jahr zwar auf weniger Spiele kommen, unterbeansprucht werde ich mich aber nicht fühlen. Solange das so ist, bin ich auch zufrieden.
Bei so manchen Spielern steckt mehr hinter der Wahl der Rückennummer als man meinen mag. Auch du hast die 8 faktisch gepachtet. Warum greifst du meist nach dem Trikot mit dieser Nummer?
Eigentlich bin ich eher zufällig zu dieser Nummer gekommen. Während meiner Zeit in den Jugendmannschaften hat sich jeder darum bemüht, eine eigene Nummer für sich zu beanspruchen und der 8er war da halt ein paar mal frei. Heute wie damals bin ich aber nicht extrem darauf fixiert. Ich greife halt oft (mehrmals) in die Tasche mit den Trikots und hab dann wieder einmal zufällig die 8 in der Hand. Seltsam eigentlich, mir gefällt der 8er rein optisch eigentlich gar nicht so.
Du bist ja der Macher der RSW Homepage. Wie zufrieden bist du mit Seite und was bedeutet Sie deiner Meinung nach für den Roten Stern.
Ich bin mit ihr mehr als zufrieden. Damit will ich mir jetzt aber nicht selber auf die Schulter klopfen. Ich habe im Prinzip nur den Rahmen geschaffen, dass die Homepage "lebt" ist unser aller Verdienst. Bevor ich die Homepage erstellt habe war ich da skeptisch, deshalb bin ich umso erfreuter darüber, dass wir täglich so viele Zugriffe auf die Homepage haben und dass sich so viele Leute an ihr beteiligen (Kommentare, Gästebucheinträge usw.). Außerdem ist sie ein wichtiger Bestandteil des RSW. Jeder hat immer alle Fotos von Turnieren etc. zur Verfügung, jeder kann sich leicht darüber informieren, wann die nächsten Spiele geplant sind. Und es soll ja auch Spieler geben, die sich erst wieder zum vermehrten mitspielen motivieren können, wenn ihnen der Rutsch aus dem Stammkader droht.
„Sturm auf Wien“, oder so ähnlich titelten heute einige Tageszeitungen. Der SK Sturm erobert die Tabellenführung, überzeugt mit jungen Spielern und ist derzeit in aller Munde. Was sagt dein rotes GAK-Herz dazu und was steht am „Wunschzettel“ fürs Christkind eines GAKlers?
Also da muss ich nicht lange überlegen und jeder der von den aktuellen Geschehnissen ein bisschen mitbekommen hat, kann sich meine Antwort denken. Natürlich kann am Wunschzettel nur das Überleben des Vereins stehen. Sportliche Zielsetzungen sind am Sterbebett fehl am Platz und mit einer Neugründung könnte ich nur wenig anfangen. Falls dieser Wunsch in Erfüllung gehen sollte, werde ich weiter zu den Regionalligaspielen gehen und währe guter Dinge, dass die Roten irgendwann wieder zurück kommen. Zu Sturm möchte bzw. kann ich nicht viel sagen, da ich die Bundesliga zurzeit nicht sehr interessiert beobachte. Die Teams liegen aber alle sehr knapp beisammen, mit einer Niederlage kannst du in der Tabelle wieder irgendwo zu finden sein. Aber: keine Frage, bisher eine sehr gute Saison der Schwarzen.
Wenn ich an den GAK denke, dann immer auch an euren (du und Sarah) Besuch im Trainingszentrum, den dir deine Herzdame ermöglich hat. Was sagt eigentlich der vielleicht bezauberndste Fan des RSW zu deinen vielen Einsätzen?
Also mit deiner Wortwahl bei dieser Frage hast du bei ihr sicher schon mal Sympathie-Punkte gewonnen. Als kurze Antwort auf deine Frage würde ich sagen: sie sieht das nicht so eng. Vielleicht auch nach dem Motto "wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen", denn immerhin geht sie zu Bestzeiten 4 Mal in der Woche laufen, was in Summe mindestens gleichviel Zeit in Anspruch nimmt, wie meine sportlichen Aktivitäten mit dem RSW. Der einzige Unterschied dabei ist aber vielleicht, dass sie vom Laufen nicht betrunken nach Hause kommt ...
Das Wort "Verein" ist in Laufe unseres Gespräches schon mal gefallen. Der RSW hat nun sein erstes Jahr "Kooperation mit dem SV Schwarzau" hinter sich. Wie schaut deine Bilanz aus, wie geht’s bzw. wie soll es weitergeben?
Also sportlich ist es ja sehr gut gelaufen, ein bunt gemischtes Team hat das Turnier in Gigging gewonnen. Mir müssen abwarten wie sich das in Zukunft weiter entwickelt. Da der RSW inzwischen sehr viele Spieler zur Verfügung hat, da viele davon einfach eine engere Bindung zum RSW verspüren, wird es wohl noch viele "getrennte" Turnierteilnahmen geben. Es wäre nämlich schade, wenn wir durch zu viele gemeinsame Turniere Leute verlieren, weil einfach kein Platz in einem gemeinsamen Kader da wäre. So wie es in Gigging war, beide Seiten hätten alleine kein Team auf die Beine stellen können, war das natürlich kein Problem. Ich meine, dass die Kooperation heuer insgesamt gut gelaufen ist. Der SVS hat hin und wieder ein paar Leute gebraucht und die Roten Sterne, die noch ein paar Spiele im Jahr mehr machen wollten, sind gerne eingesprungen. Eine win-win Situation würde ich sagen.
Ich möchte das Thema "Verantwortung" ins Spiel bringen. Tragen die Stammspieler des RSW Verantwortung für das weitere Bestehen des RSW bzw. wie siehst du das in Bezug auf den SVS, bei dem es in den nächsten Jahren ja auch darum gehen wird, aktiv an der Weiterführung des Vereins mitzuwirken?
Sicher lebt jeder Verein von seinen aktiven Mitgliedern. Das trifft natürlich (besonders) auch auf den Roten Stern zu, der bekanntlich ja kein offizieller Verein ist. Gerade der RSW wäre ohne die derzeitigen Spieler nichts. Ich möchte das Wort "Verantwortung" auch in Bezug auf den SVS nicht unbedingt in den Mund nehmen, dafür habe ich (und die meisten Spieler vom Roten Stern) erst zu kurz einen Bezug zum Sportverein. Die Beweggründe zur Kooperation mit dem SV Schwarzau wurden auf unserer Homepage lang und gut erklärt, machen meiner Meinung nach Sinn und die gemeinsamen Ziele sind sicher anstrebenswert. Es muss sich aber entwickeln, so wie sich der SVS selbst im Laufe von 20 Jahren entwickelt hat. Wie ich in der vorigen Antwort angeschnitten habe, ist es vom sportlichen Gesichtspunkt gesehen (solange wir glücklicher Weise auf eine so große Anzahl an Spielern zurückgreifen können) nicht ganz so einfach, ansonsten sehe ich aber kein Problem. Also frei nach Beckenbauer: Schau'n mer mal, nächstes Jahr kann man dazu vielleicht schon mehr sagen.
Ein schöner Satz vom Kaiser zum Abschluss. Mal schauen, wer dann Rede und Antwort stehen darf. Ich bedanke mich im Name des Roten Stern bei dir für die ausführlichen und sehr interessanten Antworten. Danke.
(Die Fragen wurden von Suppan Michael gestellt)
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