Hallenkick
Am 04. November fand in der ASKÖ Halle zu Graz ein reizvolles Freundschaftsspiel zwischen Magna Saab und RSW statt. Schon vor Spielbeginn waren die Gemüter unserer Fußballer erregt, befanden sich doch in der Aufstellung von Magna Saab mit Sady und Sir Trumsi zwei Kernspieler von RSW.
Dementsprechend emotional versprach die Partie zu werden, vor allem weil Magna Saab in der Vorwoche noch ein respektables Unentschieden gegen die
SpVgg Lange Gasse gelang und daraus eine leichte Favoritenrolle resultierte.
1. Halbzeit
Die ersten Minuten des Matches waren von Hektik und einem „Abtasten“ des Gegners geprägt. Magna Saab schien sich anfangs keine Gedanken um Aufstellung oder Taktik zu machen, sondern versuchte körperbetont den Spielaufbau des Gegners zu brechen. Die Folge war ein optisch nicht ansprechendes Spiel, das hauptsächlich im Mittelfeld stattfand und in dem eine Menschentraube dem Ball hinterher jagte.
Langsam öffneten sich aber Räume für flinke Spieler und so kamen die Mannschaften auch zu ersten Torchancen. Dadurch entspannte sich das Match und die Teams begannen nun eher sich durch technische Finesse und intelligentes Passen Tormöglichkeiten zu erspielen.
Den endgültigen Umbruch brachte das 1:0 für RSW durch Peter Rohrer. Jetzt war nämlich auch dem letzten Magna Saab Mann klar, dass man einer Blamage nur durch eine konsequente und gefinkelte Taktik entkommen konnte. Auf der anderen Seite war jedoch das Selbstbewusstsein von RSW durch den Führungstreffer enorm gestiegen und das Team verlor die anfängliche Zaghaftigkeit. Dies äußerte sich durch schnellere Aktionen und längere Pässe, die schließlich das 2:0 durch Lutti, der sich im Laufe der Partie auch als bester Spieler herauskristallisieren sollte, einleiteten. Offensiv wurde er hervorragend vom technisch starken Christoph Pucher unterstützt, während Robert Remling und Markus Höcher in der Defensive kaum zu überwinden waren. Kurz vor der Pause gelang aber Magna Saab trotzdem noch der Anschlusstreffer zum 2:1 und die Mannschaften gingen mit diesem Stand auch in die Pause.
2. Halbzeit
Der Beginn der zweiten Halbzeit war wiederum durch Hektik geprägt, die Spieler mussten wieder ihren Rhythmus finden und so kam es auch auf beiden Seiten zu undurchdachten Aktionen, Fehlpässen und Verlegenheitsschüssen. Auch war zu bemerken, dass seitens Magna Saab eine härtere Gangart eingelegt wurde, da man kein Rezept gegen die flinken Flügelflitzer Michi Suppan und Martin Ferk fand. Erwähnt werden sollen hierbei nur das andauernde Trikotzupfen eines Saab Spielers bei Michi und eine besonders unfaire Einlage von Sir Trumsi (der sonst eine sehr passable Partie ablieferte), der unseren Martin mitsamt Ball unsanft in die Bande bugsierte (und ihn trotzdem nicht zu stoppen vermochte).
Die Belohnung für das Durchhaltevermögen von RSW war das 3:1 (wieder durch Lutti). Dann folgte aber eine bittere Minute für unsere Mannen: ein scharfer Schuss eines Magna Saab Spielers zappelte unvermittelt im Netz. Bei RSW hatte aufgrund des spitzen Winkels des Schusses, der standhaften Abwehr und unserem hervorragenden Goalie Edwin Baumann niemand mit diesem Treffer gerechnet. Spielstand 3:2.
Die Schreckensminute war aber noch nicht zu Ende und so folgte konsequenterweise Sekunden nach erfolgtem Ankick aufgrund eines Missverständnisses zwischen Edwin und Peter das 3:3. Ein flinker Magna Saab Spitzbub hatte die Verwirrung genutzt und den Ball zwischen den beiden abgefangen und in der Folge eiskalt versenkt.
Kurzfristig machte sich bei RSW Verzweiflung breit, war man von den Ereignissen dieser Minute doch nichts ahnend getroffen worden. Gleichzeitig wirkte Magna Saab wie beflügelt und hatte zu diesem Zeitpunkt definitiv ihre stärkste Phase. Zeitweise liefen im Halbminutentakt Angriffe auf das Tor von RSW und fanden dort auch immer freie und willige Stürmer vor, die dennoch die Gunst der Situation nicht zu nutzen wussten.
Die Lage von RSW war zu diesem Zeitpunkt hoffnungslos, aber nicht verloren und so verlagerte man sich auf Konterchancen, die sich durch die Angriffsläufe von Magna Saab immer häufiger ergaben. Denkrichtig verlagerte zB Peter seinen Arbeitsplatz von der zentralen Abwehr ins Sturmzentrum. Dieses riskante Spiel (das durch die weitere Schwächung der Abwehr durchaus schlimm hätte enden können) wurde abschließend aber doch noch belohnt und zwar in Form des 4:3 (der aufmerksame Leser wird richtigerweise vermuten, dass auch dieses Tor durch Lutti erfolgte).
Die letzten Minuten als statisch zu bezeichnen, wäre überzogen, doch machten sich in der Tat auf beiden Seiten Konditions- und Konzentrationsschwächen bemerkbar, die schlussendlich zum 4:4 Ausgleich durch Magna Saab führten. Natürlich ergaben sich noch auf beiden Seiten Möglichkeiten zum Entscheidungstor (wie auf der Seite von RSW durch Martin), schließlich und endlich wurde die Partie aber mit einem versöhnlichen Remis beendet.
Alles in allem lässt die Performance von RSW auf große Erfolge in der beginnenden Hallensaison hoffen, was die Zukunft aber auch bringen mag, es ist eine Freude diesem jungen, hoffnungsfrohen Team zuzusehen!
Ergebnis
Magna Saab – Roter Stern 4:4
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